


Flächenheizung
Kurz erklärt:
Um Vor- und Nachteile einer Flächenheizung zu verstehen, hilft ein Blick auf ihre Funktionsweise. Das System besteht aus wasserführenden Rohrleitungen im Fußboden, die an die Zentralheizung angeschlossen sind. Eine Pumpe leitet erwärmtes Wasser durch die Rohre, wodurch zunächst der Boden und anschließend der Raum erwärmt wird.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Heizkörpern gibt eine Fußbodenheizung die Wärme überwiegend als angenehme Strahlungswärme ab. Diese wirkt ähnlich wie Sonnenwärme und sorgt für ein besonders hohes Wohlbefinden.
Ein Nachteil liegt im Aufbau des Systems: Da erst der Boden erwärmt werden muss, reagiert die Flächenheizung träger als konventionelle Heizkörper, die Wärme schneller an den Raum abgeben.

Wärmepumpen
Kurz erklärt:
Eine Wärmepumpe ist ein Heizsystem, das die in der Umwelt gespeicherte Wärme nutzt, um Gebäude zu beheizen. Im Gegensatz zu Holz-, Öl- oder Gasheizungen erfolgt die Wärmeerzeugung nicht durch Verbrennung, sondern durch einen technischen Prozess.
Ähnlich wie bei einem Kühlschrank wird dabei Wärme von einem niedrigen auf ein höheres Temperaturniveau „gepumpt“. Während der Kühlschrank dem Innenraum Wärme entzieht und ihn kühlt, macht die Wärmepumpe die Umweltwärme für das Heizsystem nutzbar und sorgt so effizient für angenehme Raumtemperaturen.

BHKW
Kurz erklärt:
Mini-Blockheizkraftwerke sind stromerzeugende Heizgeräte mit einer elektrischen Leistung von 15 bis 50 Kilowatt. Darunter fallen Mikro-Blockheizkraftwerke mit 2,5 bis 15 Kilowatt sowie Nano-Blockheizkraftwerke mit weniger als 2,5 Kilowatt Leistung. Alle Varianten arbeiten nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK): Dabei entstehen gleichzeitig Strom und Wärme. Der erzeugte Strom wird direkt genutzt oder eingespeist, die anfallende Wärme dient der Raumheizung und Warmwasserbereitung.
Im Inneren eines Mini-Blockheizkraftwerks arbeitet – ähnlich wie bei einem Auto – ein Verbrennungsmotor, der mit Gas, Heizöl oder Holz betrieben werden kann. Bei der Stromerzeugung entsteht Wärme, die über Wärmetauscher aufgenommen und an das Heiz- und Warmwassersystem weitergegeben wird. So versorgt ein Mini-Blockheizkraftwerk ein Gebäude effizient und ganzheitlich mit Strom und Wärme. Unterschiede zwischen den Systemen bestehen neben Größe und Brennstoff auch in der jeweiligen Antriebsart.

Solar / Photovoltaik
Kurz erklärt:
Das Grundprinzip der Solarthermie ist die Übertragung von Wärme durch Sonnenstrahlung. Die Kollektoren einer Solarthermieanlage erwärmen sich durch das Sonnenlicht und geben die aufgenommene Energie nahezu verlustfrei an eine Wärmeträgerflüssigkeit ab. Diese sogenannte Solarflüssigkeit wird erhitzt und über Rohrleitungen zu einem Trinkwasser- oder Pufferspeicher im Haus geleitet, wo die Wärme gespeichert wird. Nach dem Abkühlen fließt das Medium zurück zu den Kollektoren, um erneut Solarenergie aufzunehmen. Ergänzt wird die Anlage durch einen zusätzlichen Wärmeerzeuger, der bei fehlender Sonneneinstrahlung einspringt – etwa eine Gasheizung, eine Wärmepumpe oder eine Holzheizanlage für Scheite oder Pellets.
Die Photovoltaik (PV) hingegen wandelt Sonnenstrahlung direkt in elektrische Energie um. Möglich wird dies durch den photoelektrischen Effekt, bei dem Licht Elektronen in Bewegung versetzt. In den Solarzellen der Photovoltaikanlage werden dafür Halbleitermaterialien gezielt dotiert, sodass sich elektrische Ladungen trennen und Strom entsteht. Mehrere Solarzellen werden zu Modulen und mehrere Module zu einem Solargenerator verbunden. Mithilfe eines Wechselrichters, der den erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom umwandelt, kann der Solarstrom anschließend im Haushalt genutzt werden.




